Arterns Heimkomplex

VfB Artern 1919 – SV Blau-Weiß Büßleben 1:5 (1:3)

Gern wären die Arterner etwas länger auf der Euphoriewelle des Kantersiegs der Vorwoche geschwommen, aber tatsächlich hielt es nicht einmal eine Woche. Matthias Nelde musste die Mannschaft auf vier Positionen umstellen, denn Bastian Rüdiger, Norman Both, Niklas Pohl und Lukas Hübner standen nicht zur Verfügung. Dafür kehrte Jan Stöhr nach seiner Sperre zurück und Jan Gollnow, Jan-Niklas Beyer und Marcel Grolle rutschten in die Startelf. Am Ende des Spiels mussten Trainer, Mannschaft und Zuschauer aber bilanzieren, dass keiner der Aktiven auf dem Platz auch nur annähernd an die Leistungen der Vorwoche anknüpfen konnte.

Die Gäste setzten die Arterner von Beginn an konsequent unter Druck und gingen auch gleich mit ihrer ersten Chance in Führung. Philip Kreische spielte nach vorn, Sven Wessel tauchte allein vor Marcel Grolle auf und ließ diesem keine Chance (4.). Kurz darauf hätte der VfB ausgleichen können, aber bei der guten Flanke von Alexandro Franke vor dem Büßlebener Tor kam Niklas Hennig einen Schritt zu spät (6.). Im Wesentlichen wurde das Spiel aber von den Blau-Weißen bestimmt und kontrolliert. Der VfB kam zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel, reagierte nur, anstatt selbst Akzente zu setzen. Als Stefan Westergerling einen der sich häufenden Fehlpässe im Mittelfeld abfing und auf Erik Tschirschky passte, schoss der vorbei (12.). Ebenso erging es Alexander Appel, der einen langen Abschlag des Torwarts Maximilian Mickoleit nicht nutzen konnte (19.). Nach einer Ecke von Niklas Hennig schoss Hannes Wagner drüber (21.), bevor die Gäste ihre Führung ausbauten. Timon Kirmeier steckte den Ball durch, Philip Kreische wurde nicht richtig angegriffen und erhöhte auf 0:2 (23.). Kurz darauf kamen die Arterner praktisch aus dem Nichts zum Anschlusstreffer. Der VfB fing einen Einwurf des Gegners ab, Steven Bank passte quer übers Feld und Tom Schlotthauer versenkte aus 25 Metern einen Sonntagsschuss im Tor der Büßlebener (27.). Doch jegliche Hoffnung darauf, dass das Arterner Spiel dadurch an Sicherheit gewinnen würde, machten die Gäste nur acht Minuten später wieder zunichte. Thomas Richter brachte einen Freistoß lang nach vorn, Sven Wessel ging allein Richtung Arterner Tor, Marcel Grolle stürmte heraus, verpasste aber den Ball und so konnte Sven Wessel mühelos einnetzen (35.). Vor der Pause ergab sich noch einmal eine Chance für die Gastgeber. Nach einem Einwurf von Hannes Wagner versuchte sich David Krauspe aus der Drehung, verfehlte aber das Tor (37.).

Matthias Nelde versuchte in der Pause, seine Mannschaft wachzurütteln, doch leider änderte sich am Geschehen auf dem Platz wenig. Büßleben machte das Spiel und Artern lief weitestgehend hinterher. Nach einem Seitenwechselpass von David Krauspe setzte sich Niklas Hennig sehr gut durch, scheiterte aber dann am Keeper (55.), auf der anderen Seite ging ein Distanzschuss von Max Laube drüber (57.). Vier Minuten später konterten die Büßlebener die Gastgeber klassisch aus, Philip Kreische legte am Arterner Strafraum quer und Erik Tschirschky musste nur noch einschieben (61.).  Nach einer Ecke von Tom Schlotthauer köpfte Hannes Wagner drüber (63.), nach einem Einwurf von Thomas Richter lenkte Marcel Grolle den Schuss von Sven Wessel an den Pfosten, der Nachschuss von Alexander Appel ging drüber (68.). Als Dominik Zimmer den Ball nach vorn brachte, köpfte David Krauspe vorbei (75.), auf der Gegenseite ging ein Distanzschuss von Alexander Appel drüber (76.). Den Schlusspunkt setzten dann erneut die Gäste. Sie fingen einen Freistoß von Jan Gollnow ab, wieder kam der Ball lang vors Arterner Tor, Philip Kreische setzte sich erneut durch und erzielte den Endstand (79.).

Fazit – Ein Tag zum Vergessen für den VfB. Also raus aus den Köpfen mit diesem Spiel, den Blick nach vorn richten und den Fokus auf den nächsten Gegner legen. Für die Arterner Zuschauer wäre es aber schön gewesen, wenn der VfB seinen Heimkomplex abgelegt hätte.

Torsten Laube

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