Nichts zu holen

FC Union Mühlhausen – VfB Artern 1919 5:0 (1:0)

Mit nicht allzu großen Erwartungen hatte sich der VfB am Samstag nach Mühlhausen begeben. Spielern wie Trainern war klar, dass beim dortigen Mitfavoriten auf den Titel eine schwere Auswärtsaufgabe wartete. Die Mannschaft von Trainer Toni Juraschek ist gespickt mit Spielern, die schon höherklassige Fußballerfahrung sammeln durften. Trotzdem machte Matthias Nelde seinen Jungs vor dem Spiel Mut. Befreit aufspielen aus einer gesicherten Abwehr und auf eigene Konterchancen warten, war das Motto. Und obwohl die Arterner das Spiel lange offen halten konnten, mussten sie am Ende eine deutliche Niederlage hinnehmen.

Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Initiative und hatten auch die erste Chance. Sven Bernsdorf spielte eine Ecke kurz auf Toni Juraschek, der passte den Ball wieder zurück und Sven Bernsdorf nagelte ihn ans Lattenkreuz (5.). Als kurz darauf Sven Bernsdorf, ohne Zweifel der Man of the Match, im Arterner Strafraum querlegte, konnte Marcel Grolle die Führung durch Petr Pokrovskij noch verhindern (14.). Die erste Möglichkeit für die Gäste ergab sich, als Jan Stöhr den Ball nach außen brachte, Niklas Hennig ihn nach hinten ablegte und Eric Hildebrandt am Tor vorbei schoss (23.). Nach einem Freistoß von Jan Stöhr scheiterte David Krauspe an der Abwehr (25.), auf der ander4en Seite schoss Petr Pokrovskij nach Zuspiel von Patryk Stromczynski vorbei (28.). Die Führung für die Hausherren besorgte dann leider ein Arterner. Toni Juraschek lief aufs Arterner Tor zu, Tom Schlotthauer wollte dessen Schuss verhindern, fälschte diesen dabei aber unhaltbar für Marcel Grolle ab (29.). Die Arterner schüttelten sich kurz und hatten die Chance zum Ausgleich, als David Krauspe den Ball nach Einwurf von Hannes Wagner auf Steven Bank weiterleitete, der aber den gut agierenden Sören Trappe im Mühlhäuser Tor nicht überwinden konnte (34.). Nach Ablage von Kevin Schenke schoss Sven Bernsdorf drüber (36.), als sich Radim Jira über außen durchgesetzt hatte und abschloss, rollte der Ball an der Linie am Tor vorbei (40.). So ging es mit der knappen Führung in die Kabinen.

Matthias Nelde baute seine Truppe auf und forderte insbesondere konsequentere Torabschlüsse. Hier versuchte der VfB es oft noch zu kompliziert anstatt einfach mal mit der ersten Schussmöglichkeit abzuschließen. Wie so etwas geht, zeigte kurz nach dem Seitenwechsel Sven Bernsdorf. Er lief am Sechzehner entlang, suchte die Lücke, fand sie, schoss und baute die Führung für seine Mannschaft aus (48.). Zwei Minuten später der nächste Angriff, Sven Bernsdorf und Radim Jira liefen zusammen Richtung Arterner Tor, Jan Stöhr ging dazwischen und so traf Sven Bernsdorf nur den Pfosten (50.). Als Maximilian Mummert den Ball lang nach vorn brachte, schoss Sven Bernsdorf vorbei (55.), aber kurz darauf machte Mühlhausen den Sack zu. Wieder kam der Ball lang nach vorn, Marcel Grolle zögerte zu lange und als er dann raus ging, hatte Kevin Schenke wenig Mühe, ihn zum 3:0 zu überlupfen (52.). Die Arterner zeigten Moral und versuchten trotzdem noch, vielleicht wenigstens einen Ehrentreffer zu erzielen. Aber auch Niklas Hennig verfehlte nach Vorarbeit von Alexandro Franke und David Blache das Tor (71.). Als der Ball wieder Richtung Arterner Tor geschlagen wurde, legte Sven Bernsdorf auf Kevin Schenke ab, der auf 4:0 erhöhte (74.) und nur drei Minuten später passte der Torschütze in die Spitze und Sven Bernsdorf markierte den Endstand. Den Arternern fehlte hinten raus auch etwas die Kraft, hatte doch der Großteil der jungen Spieler am Vormittag bereits ein Spiel im Thüringen-Pokal der A-Junioren gegen den ZFC Meuselwitz absolviert. Zumindest dort hatte der VfB mit 4:2 die Nase vorn, in der Landesklasse musste man sich nach dem Spiel eingestehen, dass die Mühlhäuser in einer anderen Liga spielen.

Nun folgt das berühmte Mund abputzen. Nächste Woche im Heimspiel gegen Fortuna Körner werden die Karten wieder neu gemischt. Als positive Bilanz kann die Mannschaft aber mitnehmen, dass man das Spiel über 30 Minuten offen gestalten konnte und sich auch gegen einen Ligafavoriten die eine oder andere Chance erarbeiten konnte. Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit im Abschluss wäre sich auch ein Treffer drin gewesen.

Torsten Laube

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.