Ohne Gegenwehr

SV Grün-Weiß Siemerode – VfB Artern 1919 7:2 (3:1)

Letztes Auswärtsspiel vor der Winterpause, da wollte der VfB noch einmal etwas Zählbares mitnehmen. Außer Niklas Pohl standen Matthias Nelde alle Spieler zur Verfügung, doch, soviel sei vorweggenommen, keiner erreichte seine normale Form und niemand konnte an die starke Leistung der Vorwoche anknüpfen.

Der sehr tiefe Boden tat sicher sein Übriges dazu, dass die Arterner zu keinem Zeitpunkt wirklich Zugriff zum Spiel hatten. Dabei hatte der VfB sogar die erste Chance. Eric Hildebrandt spielte nach vorn, Norman Both schoss, traf aber nur den Pfosten und von dort prallte der Ball in die Arme des gegnerischen Torwarts Mathias Weilandt (5.). Kurz darauf musste Lukas Hübner eingreifen, als sich Anton Klushyn in den Strafraum fummelte und abzog (7.). Danach scheiterte Norman Both nach Vorarbeit von Niklas Hennig erneut am Torwart (9.) und drei Minuten später nach Zuspiel von Tom Schlotthauer am Lattenkreuz. Dann vergab Anton Klushyn, als er nach Flanke von Thomas Klöppner vorbeischoss (16.), doch drei Minuten später gingen die Gastgeber in Führung. Artern bekam den Ball hinten nicht raus, Maik Aschenbach zog schließlich ab und erzielte das 1:0 (19.). Die Arterner kamen aber noch einmal zurück. Nach Einwurf von Tom Schlotthauer legte Eric Hildebrandt den Ball zurück und Jan Stöhr versenkte ihn aus der Distanz (26.). Doch das war es schon für den VfB in Hälfte eins. Es folgte Schlag auf Schlag. Arterns Abwehr fand praktisch nicht mehr statt, im Mittelfeld klaffte ein großes Loch, obwohl der Platz kleiner als gewöhnlich war und die Stürmer hingen ein ums andere Mal in der Luft. Nach einem Freistoß von Sandro Menge köpfte Eric Aschoff vorbei (29.), nur eine Minute später vertändelte Artern den Ball im Mittelfeld, Björn Kleineberg ging in den Strafraum, legte quer und Maik Aschenbach konnte ungehindert auf 2:1 erhöhen. Der VfB hatte sich noch gar nicht richtig erholt, da stand es schon 3:1. Maik Aschenbach ging auf der Außenbahn durch, legte quer und Anton Klushyn stellte den Pausenstand her (33.).

Nach der Pause wollte der VfB das Spiel noch einmal drehen und begann auch verheißungsvoll, als David Krauspe von außen flankte und Norman Both per Kopf auf 3:2 verkürzte (51.). Doch die Hoffnung verflog schnell. Nach einem langen Abschlag über die zu weit aufgerückte Arterner Abwehr ging Thomas Klöppner allein in den Strafraum, Lukas Hübner wollte den Abschluss verhindern, traf den Gegner, der fiel und Niklas Wallstein zeigte auf den Punkt. So weit, so gut. Doch als der Unparteiische dann auch noch die rote Karte zeigte und somit die eigentlich abgeschaffte Doppelbestrafung vollzog, war dies nicht mehr nachvollziehbar. Insbesondere weil er bei einer Szene in Halbzeit eins, als Norman Both nur durch ein grobes Foulspiel, sein Gegenspieler ging ihm von hinten in die Beine, zu stoppen war, nur die gelbe Karte zeigte, was sogar den Bestraften selbst erstaunte. Tom Schlotthauer wechselte ins Arterner Tor, konnte aber den Treffer von Anton Klushyn vom Punkt nicht verhindern (57.). Danach konnte sich Arterns Kapitän aber zweimal auszeichnen, als er die Schüsse von Anton Klushyn (60.) und Thomas Klöppner (61.) stark vereitelte. Doch weil ihn seine Abwehrspieler allzu oft im Stich ließen, konnte auch er nicht verhindern, dass der VfB durch die Treffer von Thomas Klöppner (65.), Sandro Menge (74.) und erneut Anton Klushyn (79.) förmlich unterging. Es gelang den Arternern aber auch nicht, vorn für Entlastung zu sorgen, immer wieder ging der Ball zu schnell verloren und der Gegner schaltete blitzschnell um. Eigene Tormöglichkeiten konnten kaum noch kreiert werden, die Schüsse von Jan Stöhr (68.) und Niklas Hennig (84.) waren noch die besten Versuche.

Wieder einmal heißt es, das Spiel schnell aus den Köpfen bekommen und in der nächsten Woche zuhause gegen Struth für einen ordentlichen Hinrundenabschluss sorgen.

Torsten Laube

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