Starke Leistung bringt ersten Sieg

TSV Blau-Weiß Westerengel – VfB Artern 1919 3:6 (2:4)

Schwer wog die Enttäuschung noch bei Spielern und Verantwortlichen über die unnötige und vor allem vermeidbare Niederlage der Vorwoche. Doch der Blick musste natürlich nach vorn gerichtet werden, denn mit den Blau-Weißen von der B4 wartete der nächste Gegner schon. Deren Start in die Saison war auch nicht gut verlaufen, die Jungs von Rene Sennewald warteten noch auf den ersten Punkt. Den zumindest hatten die Arterner schon errungen, allerdings waren die Jungs nun heiß auf den ersten Dreier.

Und tatsächlich legten sie los wie die Feuerwehr. Schon kurz nach Beginn legte Niklas Hennig ab auf Norman Both, doch dessen Schuss wurde von Tomas Klier noch zur Ecke gelenkt (3.). Aber mit der nächsten Chance ging der VfB in Führung. Tom Schlotthauer brachte den Ball nach vorn, Norman Both leitete ihn weiter in die Spitze und Jan Stöhr versenkte ihn (5.). Er leitete dann auch den nächsten Treffer ein, als er Eric Hildebrandt bediente, der auf Alexandro Franke querlegte, welcher auf 0:2 erhöhte (10.). Doch leider hielt der Zwei-Tore-Vorsprung nicht lang. Direkt nach Wiederanstoß brachte Radek Vytrhlik den Ball in den Strafraum, Marcel Grolle, der diesmal das Arterner Tor hütete, ließ ihn prallen und Petr Ilavskyi staubte ab (11.). Die Gäste ließen sich davon nicht beirren und rannten weiter in Richtung Gehäuse der Hausherren. Tom Schlotthauer nagelte einen Freistoß an das Lattenkreuz, der Nachschuss von Niklas Hennig landete bei Martin Andrzejak (13.). Als die Arterner Abwehr den Ball nicht aus ihrem Strafraum bekam, schoss Florian Serowy drüber (14.). Eine Minute später konterte Artern die Gastgeber aus, wieder war es Jan Stöhr, der den Ball nach vorn brachte, Norman Both zog Richtung Tor und ließ dem Westerengeler Keeper keine Chance (15.). Doch erneut brachte ein ärgerlicher Fehler des VfB den TSV wieder ins Spiel. Schoss Radek Vytrhlik zunächst noch einen Freistoß über das Tor (17.), machte es Marcel Halle kurz darauf besser. Er brachte einen Freistoß in den Arterner Strafraum, Marcel Grolle und Niklas Pohl waren sich nicht einig und Petr Ilafskyi beförderte den Ball mit dem Hinterkopf ins Tor (20.). Matthias Nelde war an der Außenlinie außer sich, sah aber ebenso wie die zahlreichen Arterner Zuschauer, dass auch diesmal der VfB nicht geschockt reagiert sondern weiter munter nach vorn spielte. Als Jan Stöhr lang spielte, wurde der nächste Versuch von Norman Both zur Ecke geklärt (30.). Auf der Gegenseite klärte Marcel Grolle gegen Petr Ilavskyi, verletzte sich aber dabei und so war Lukas Hübner schneller wieder im Arterner Tor als gedacht (32.). Noch vor der Pause gelang es dann dem VfB, die Führung wieder auszubauen. Bastian Rüdiger brachte einen Freistoß von der Mittellinie in den Strafraum, Alexandro Franke legte ab und Norman Both erhöhte auf 2:4 und stellte damit auch den Pausenstand her (40.). Westerengel hatte noch eine Chance, aber Tomas Novotny schoss nach Zuspiel von Martin Vasina vorbei (43.).

Nach dem Seitenwechsel spielte der VfB bergab und das darf man in Westerngel tatsächlich wörtlich nehmen. Das kam den Arternern zugute, die in der ersten Hälfte viel investiert hatten. Trotzdem war allen klar, hier würde man nichts mehr anbrennen lassen. Tore sollten aber erst in der Schlussphase wieder fallen. Ein Freistoß von Tom Schlotthauer landete in der Mauer (51.), Alexandro Franke (60.) und Niklas Hennig (62.) scheiterten am Keeper. Martin Vasina schoss bei einer der wenigen Chancen der Gastgeber drüber (65.), ein Freistoß von Jan Stöhr landete beim Torwart (67.). Als die Hausherren einen Konter fuhren klärte Lukas Hübnerstark gegen Petr Ilavskyi (69.) und auch beim Freistoß von Ricardo Schmidt war er zur Stelle (79.). Dann wurde es turbulent. Ein langer Ball zu Petr Ilavskyi, der ging in den Strafraum, Sebastian Unkrodt stellte ihn, beide setzten ihre Körper ein, der Stürmer ließ sich fallen und Kai Bechmann zeigte auf den Punkt. Eine klare Fehlentscheidung. Aber zum Glück fand Radek Vytrhlik in Lukas Hübner seinen Meister (85.). Im Gegenzug erhöhte Norman Both nach Vorlage von Jan-Niklas Beyer auf 2:5 (86.), aber nach einem Eckstoß von Radek Vytrhlik verkürzte Martin Vasina wieder (87.). Den Schlusspunkt unter eine bärenstarke Leistung der Arterner setzte schließlich Jan-Niklas Beyer, der sich den Ball erkämpfte und den Endstand herstellte (89.).

Der VfB nahm hochverdient drei Punkte mit nach Hause, kann aber wegen der Pokalpause den Schwung nicht in die nächste Woche mitnehmen. Aber mit einem derartigen Auftreten sollte gegen Kölleda auch der erste Heimdreier gelingen.

Torsten Laube

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